Bittere Pille: 1st Team verliert gegen das Team der Stunde AOK Ballers Ibbenbüren nicht unverdient mit 81:59.

Am vergangenen Samstag stand für die ART Giants eine Fahrt ins Ungewisse an. Was würde sie in Ibbenbüren erwarten? In der Hinrunde konnten die AOK Ballers mit einer geschlossenen Teamleistung geschlagen werden. Ein guter Gegner zwar, aber durchaus schlagbar. Doch das ist Schnee von gestern. Seitdem scheinen die AOK Ballers ein paar Stärkungspillen von ihrem Hauptsponsor verschrieben bekommen zu haben. Schon vor dem Game steht ein beeindruckender Run von neun Siegen in Folge zu Buche, dabei zuletzt gegen den Titelaspiranten WWU Baskets Münster. Nach 40 Minuten vor einer beeindruckenden Kulisse von fast 1.000 Zuschauern stand fest. Auch das 1st Team kann die Ibbenbürener in dieser Form nicht stoppen. So kommen die ART Giants ohne Punkte nach Hause und können damit auch alle Planspiele für einen Aufstieg begraben. Endstand 81:59, auch in dieser Höhe verdient dank einer furiosen ersten Halbzeit der AOK Ballers. 


Der Spiel­film.

 
Noch kein Neuer in Sicht, der eventuell Paulius Kleiza ersetzen könnte, dafür ein Jan Möhring in Bombenform wie im letzten Spiel  gegen Recklinghausen, ansonsten alle an Bord – da stellt sich die Starting Five für Headcoach Jönke wie von selbst auf: Janoschek und Zvinklys auf den großen Positionen, dazu Paskov und Möhring für die Würfe von außen und natürlich Cooper als punktender Spielmacher.
Doch gerade Möhring wird in diesem Spiel kein Bein auf den Boden bekommen. Nach der Dreier-Gala letzten Samstag wird er mit gerade mal zwei Versuchen aus dem Feld bei über 20 Minuten Spielzeit einen rabenschwarzen Abend erleben. Die Ibbenbürener hatten wohl die Statistik vom Spiel gegen Recklinghausen gelesen und dem Forward keinen Zentimeter Platz gelassen. Und seine Punkte fehlten. Für Statistikfreaks sah das Spiel auf den ersten Blick eigentlich gar nicht so schlecht aus. Bei den Rebounds, erfolgreichen Dreierversuchen und der Freiwurfquote nahmen sich die Teams nichts. Doch wie alle wissen, die auf der Playstation ab und zu NBA 2K spielen: wer die sekundären Stats beherrscht, gewinnt. So konnte Ibbenbüren an diesem Abend bei den Assists (15 zu 7) und Steals (gleich Ballverluste gegnerisches Team: 12 zu 4) dominieren. Dazu kommt eine traumhafte 2er-Trefferquote (62,8%) bei neun Korbversuchen mehr. Und schon ist man am Ende mit 22 Punkten vorn. Zur ersten Halbzeit gibt es aus Düsseldorfer Sicht nicht viel zu berichten, außer dass es das 1st Team den AOK Ballers zu leicht machte. Die Defense war wohl in Gedanken noch auf der Autobahn, vielleicht war man auch von der ungewohnten Kulisse beeindruckt. Die Ibbenbürener durften beinahe nach Belieben punkten, der durchaus reparable Vorsprung von 10 Punkten nach dem ersten Viertel wuchs sich zum Pausentee auf eine 30-Punkte-Bürde aus, die nur mit kleinen Wundern noch zu egalisieren sein würde. Entsprechend bedient zog sich das 1st Team zur Halbzeitbesprechung zurück. Und man beschloss offensichtlich, den Blow-Out nicht kampflos hinzunehmen. In der zweiten Halbzeit konnte man beide Viertel für sich entscheiden. Zwar stotterte die Offense immer noch ein bisschen, doch man ließ nun viel weniger zu: Nur 22 Punkte für Ibbenbüren zeugt von einer energisch geführten Defense. Doch leider waren die 30 Punkte der Ballers aus dem zweiten Viertel damit auch nicht aufzuholen. Allein Cooper konnte mit seiner Offensivbemühungen zufrieden sein (19 Punkte), die Kollegen kamen allesamt nicht auf zweistellige Punkteausbeuten – unabdingbar für einen Gewinner-Score. Das 1st Team zeigte zum Ende hin Charakter, doch das Wunder blieb aus, Endstand 81:59.

Fa­zit:


Auch die ART Giants mussten erfahren, was es in dieser Saison heißt, durch die Hölle zu gehen – beziehungsweise durch die "Hölle Ost", wie die Ibbenbürener Fans ihre Heimathalle nennen. Besonders im zweiten Viertel wurde unser 1st Team mit 30:9 Punkten geradezu überrollt. Klasse trotzdem, dass man sich in der zweiten Hälfte nicht aufgab, sondern das Comeback versuchte und mit konsequenter Defense den Blow-Out verhinderte. Jetzt sollte wohl faktisch sein, was seit dem verkorksten Auftakt der Saison schon im Raum stand: mit dem Aufstieg hat Düsseldorf nichts zu tun. Nichtsdestotrotz sind die Saisonziele keineswegs verfehlt: das 1st Team spielt ganz oben mit und ist in der Lage, die stärksten Mannschaften der Liga nicht nur zu ärgern, sondern auch mit gutem Basketball zu besiegen. Mal sehen, wie es um das Nervenkostüm der WWU Baskets bestellt ist, die am Samstag, 24. Januar um 19 Uhr in die noch ungestürmte Festung in Oberkassel kommen.  


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