Payback-Time: 1st Team nimmt Revanche gegen Hagen-Haspe und gewinnt mit 90:79.

Am vergangenen Samstag begann für die ART Giants die Rückrunde. Und mit Hagen-Haspe kam ein Team in das baufinovo Home of the ART Giants, das für einen unglücklichen Auftakt der Saison gesorgt hatte. Der aktuelle Tabellenletzte trotzte unsicheren Düsseldorfern seinen einzigen Sieg der Spielzeit ab und versetzte den Ambitionen der Gäste auf die Spitzenplätze der Liga gleich zu Beginn der Saison einen Dämpfer. Doch knapp drei Monate später standen die Vorzeichen komplett anders. Das 1st Team – zuhause mit makelloser weißer Weste, bis auf die Spiele gegen die Tabellenführe Münster und Grevenbroich in den letzten Spielen ebenfalls unbesiegt – wollte die wahren Verhältnisse zwischen Haspe und Düsseldorf zurechtrücken. Und die Revanche nahm klare Ausmaße an. Haspe konnte den aktuellen Tabellendritten nur am Anfang ein bisschen ärgern, am Ende stand der ungefährdete 7. Heimsieg mit 90:79 fest, bei dem Youngster Bojang nach langer Verletzungspause sein Comeback feiern konnte. 


Der Spiel­film.

 
Headcoach Jönke hatte keine Ausfälle zu vermelden, alle waren an Bord und so ergab sich die Starting Five von selbst: Kehr und Zvinklys am Brett, dazu Paskov und Kleiza von außen und Cooper als Spielmacher. Entgegen der letzten Spiele, in denen zuhause die ersten Minuten dem 1st Team gehörten, ließ man an diesem Samstag Abend in der Defense ungewohnt viel zu, auch in der Offense mangelte es ein wenig an Konzentration. Zwar hatte man den Topscorer der Liga, Ex-Düsseldorfer Lewis gut im Griff, doch zu viele Drives zum Lay-up in der Zone von Luchterhandt oder Bampoulis waren für die Hasper zu leicht und zu viele Würfe offen. So sah man nach dem 1. Viertel einem Fünf-Punkte-Rückstand entgegen (21:26). 
Dennoch, es roch nicht ein bisschen einer kleinen Sensation. Zu klar war, dass die ART Giants lediglich noch nicht auf Betriebstemperatur waren. Doch schon im 2. Viertel machte das 1st Team ernst, legte in der Defense deutlich einen Zahn zu und spielte die Plays konzentrierter aus. Besonders Janoschek, der für den bis dahin unglücklichen Kehr gekommen war, drehte auf und erzielte 6 seiner 8 Punkte. Das 1st Team zeigte nun ansehnliche Kombinationen. Cooper verzückte die knapp 300 Zuschauer mit dem einen oder anderen No-look-Pass (7 Assists) und Kleiza ließ sich von einem schmerzhaften Schlag auf den Oberarm nicht beirren und legte ein sensationelle Zweier-Quote von 83,3% auf das Parkett. So ging es mit einem verdienten 48:40 in die Kabine. 
Zweites Halbzeit, Auftritt Dohmen. Der Energizer war diese Saison noch nicht so ins Rollen gekommen. Doch diesen Samstag sollte er die Fans von den Sitzen reißen: in der Defense eine Wand mit mehreren Blocks am Brett, bei denen die Hasper sicherlich schon den Ball in der Reuse sahen und in der Offense mit sicheren Würfen aus der Distanz erfolgreich. Das 1st Team spielte nun schnell und brachte die Gäste mit sicherem Fastbreak-Spiel in Verlegenheit. Der verdiente Lohn: eine 20-Punkte-Führung zum Ende des  3. Viertels (74:54). Über 70 Punkte nach einem Dreiviertel der Spielzeit gemacht und knapp über 50 zugelassen, das konnte sich sehen lassen. Dass im 4. Viertel das Spiel etwas rumpeliger war und man noch einmal 9 Punkte abgab - geschenkt. Respekt an die Hasper, die sich nicht aufgaben und bis zu letzten Minute versuchten, das Ding zu drehen. Vergeblich – Kompliment an das 1st Team, das den Sieg routiniert über das letze Viertel brachte. Endstand 90:79

Fotos: Norbert Schulz

Fa­zit:


Man muss sich fragen, wie denn das Hinspiel in die Hose gehen konnte. Das Spiel letzten Samstag jedenfalls lebte nicht von der großen Spannung, dass sich die Geschichte wiederholen sollte. Obwohl die Hasper das 1. Viertel für sich entscheiden konnten, glaubten wohl auch die mitgereisten Hasper Fans nicht wirklich an eine zweite Pleite der ART Giants. Wenn Cooper, Kleiza und Zvinklys aufdrehen, bleibt den meisten Teams der Liga das Nachsehen. Dazu noch Qualität von der Bank wie an diesem Abend der entfesselte Dohmen oder Janoschek und die Revanche ist perfekt. Düsseldorf ist keine One-Man-Show, sondern hat eine Menge Optionen, zu punkten. 

Nächsten Samstag, 16. Dezember um 19 Uhr geht es zuhause gegen BG Dorsten – ebenfalls ein Kandidat aus dem unteren Tabellendrittel. Da hat man schon die Reißleine gezogen und den Trainer gewechselt. Das kann bekanntlich Kräfte freisetzen, doch beim 1st Team in dieses Form sollte nichts schiefgehen. 


Let's go D-Town!