No Pils today: 1st Team schlägt den Tabellennachbarn BBG Herford.

Wer am vergangenen Samstag pünktlich zum Game der ART Giants vs BBG Herford erschienen war, staunte nicht schlecht – wollten die  Gäste ernsthaft das Spiel zu sechst bestreiten? Erst fünf Minuten nach der offiziellen Tip-Off-Zeit trudelten vier weitere Spieler ein und mit etwa 10 Minuten Verspätung konnte es dann losgehen. Und wie es losging. Herford wohl gedanklich noch auf der Autobahn, das 1st Team von der ersten Sekunde an voll im Spiel. Eine in der Anfangsphase schnell erarbeitete zweistellige Führung sollten Jönkes Jungs das ganze Spiel über nicht mehr aus der Hand geben. So nimmt ein Klasse-Team dem Tabellennachbarn den Wind aus den Segeln: die ART Giants dürfen gegen das Team aus der Stadt des gleichnamigen Pilsbiers mit dem einzig wahren Alt der Stadt auf einen seriösen 89:71-Sieg anstoßen.


Der Spiel­film.

 
Headcoach Jönke vertraute wenig überraschend den Starting Five Kehr und Zvinklys am Brett, Paskov und Kleiza als Punktelieferanten von außen und Cooper als Regisseur.

Und hier ist etwas für alle Eltern von Nachwuchsspielern, die über frühe Anfahrtzeiten wegen umfangreichen Warm-ups stöhnen: wer sich nicht fokussiert aufwärmt, droht den Beginn des Spiels im Zuschauermodus zu verbringen.

So wie die Herforder: Kaum fünf Sekunden von der Uhr durfte Paskov nach präzisem Zuspiel von Cooper die ersten Punkte machen. Knapp drei Minuten später stand es bereits 11:0, das 1st Team hochkonzentriert an beiden Enden des Parketts, Herford komplett von der Rolle. Auf den Rängen machten fieserweise die ersten Fußballscherze die Runde "die Null muss stehen". Aber das sollte natürlich so nicht bleiben. Besonders der englische Forward Douse wollte sich mit einer Niederlage seiner BBG nicht abfinden, er markierte die ersten zwei Punkte für die Gäste und sollte im Verlaufe der Partie Topscorer werden (31 Punkte). Dennoch marschierten die Düsseldorf weiter, machten in der Offense so gut wie keine Fehler und zwangen die Gäste mit intensiver Defense zu etlichen Ballverlusten. Demnach durfte die zwischenzeitliche 16-Punkte-Führung im 1. Viertel auch die Gästefans nicht wirklich verwundern. Im zweiten Viertel sollte sich das Bild nicht ändern, das 1st Team arbeitete am Blow-out, dem Kantersieg auf NBA. Der Ball lief, die Körbe fielen und der Gegner verdaddelte dank konzentrierter Defense ein ums andere mal die 24 Sekunden für den Angriff. So konnte die zwischenzeitliche Führung von 22 Punkten bis zur Halbzeit nahezu komplett verteidigt werden: 51:34. 
Es ist nicht überliefert, ob in der Kabine der Gäste die Wände gewackelt haben oder die Mental-Coaches  Blitzsitzungen durchführten - auf jeden Fall schien der Herforder Coach Massenburg die richtigen Worte gefunden zu haben. Sein Team stemmt sich nun mit allen Mitteln gegen die Niederlage. Eine deutlich körperbetontere Gangart sollte den Hunderter der ART Giants verhindern und die Gäste zurück in die Erfolgsspur führen. Tatsächlich wird das dritte Viertel mit zwei Punkten an die BBG gehen. Allerdings war das 1st Team bis zum Ende hin Herr des Geschehens. Gegenüber der One-Man-Show Douse (US-Kollege Ervin war mit 6 Punkten eher ein Komplettausfall) konnten vier Düsseldorfer zweistellig punkten. Eine Erfolgsquote von über 51% bei Würfen und Lay-ups aus dem Feld ist mehr als respektabel, auch die Dreier bei Cooper und Kleiza fielen (beide 4 von 9 = 44,9%). Center Kehr bestätigte sein prima Form (17 Punkte), bei den Rebounds musste diesmal allerdings Kollege Zvinklys 13mal aushelfen. Und Point Guard Cooper verteilte großzügig Assists an die Mitspieler: 11 seiner Pässe führten direkt zum Korberfolg, selber 21 Punkte gemacht, Double-Double perfekt. 
So sollte die Führung der Düsseldorfer zu keiner Zeit wirklich gefährdet sein, man zog das Ding seriös durch und fuhr mit 89:71 einen jederzeit ungefährdeten Sieg ein.

Fotos: Norbert Schulz

Das sagt Headcoach Jönke zum Sieg:


"Das Spiel gegen Herford haben wir im ersten Viertel gewonnen. Wir sind in der Anfangsphase offensiv sowie defensiv sehr konzentriert und entschlossen aufgetreten. Dadurch haben wir uns einen Vorsprung von 14 Punkten erarbeitet, den wir dann über die restliche Zeit des Spiels verwaltet haben."

Fa­zit:


Hallo Henkel? Wie sieht es aus mit ein bisschen Unterstützung? Würde doch so gut passen: Weißer Riese, ART Giants weiße Weste: Im baufinovo Home of the ART Giants bleibt die Weste des 1st Teams ohne einen Fleck. Mit den großartigen Fans im Rücken konnte bis jetzt nichts schief gehen. So wie es aussieht, ist Cooper das Puzzleteil, das dem 1st Team in dem einen oder anderen entscheidenden Moment der bitteren Niederlagen zum Beispiel gegen Haspe oder Recklinghausen gefehlt hat. Der US-Amerikaner macht das, was ein guter Point Guard kann: seine Mitspieler besser. Keine Ego-Show, sondern richtig guter Basketball. Und wenn es sein muss, versenkt man eben auch selber das Spielgerät aufsehenerregend in der Reuse. Ja, es macht Spaß, den ART Giants zuzusehen – nicht nur, aber auch wegen Cooper.

Das nächste mal wieder am Samstag, 25. November 19 Uhr zuhause gegen die Telekom Baskets II. 


Let's go D-Town!