Pflichtsieg: 1st Team gewinnt gegen den Tabellenelften BG Kamp-Lintfort verdient mit 54:67.

Am vergangenen Samstag stand für die ART Giants das letzte Auswärtsspiel in diesem Jahr an. Bevor am 16. Dezember zuhause gegen Dorsten eine letztlich erfolgreiche Hinrunde mit Weihnachtsmann und Auftritt von Sänger enkelson. gefeiert wird, sollten noch zwei Punkte gegen die BG Kamp Lintfort mitgebracht werden. Aber geschenkt gibt es nichts bei der Mannschaft, die auf Imports verzichtet und die höchste Amateurklasse mit deutschen Talenten bestreiten möchte. Wer hier erfolgreich sein will, muss sich jeden Punkt gegen ein Team erkämpfen, das mit Leidenschaft verteidigt und keinen Ball verloren gibt. So tat sich das 1st Team anfänglich schwer. Ein starkes drittes Viertel mit schnellen Fastbreaks und einem Dreier-König Kleiza reichte, um den Hoffnungen der Kamp-Lintforter ein Ende zu setzen und den 3. Platz der ART Giants mit einem 54:67-Sieg zu festigen.


Der Spiel­film.

 
Draußen knirschte der erste ernsthafte Schnee des Jahres, drinnen gab sich Kamp-Lintfort leicht unterkühlt: in der kalten Halle schickte Headcoach Jönke seine Starting Five zum Tipp-off auf das Parkett: diesmal Janoschek statt Kehr, der mit ein paar Zentimetern mehr den Größenvorteil Kamp-Lintforts besten Rebounders  der Liga Lennart Boner wettmachen sollte (soviel vorab: der Plan ging auf – Boner bleib unter seinem Schnitt von 12 Rebounds). Dazu schickte Jönke Zvinklys zur Unterstützung ans Brett, Paskov und Kleiza sollten es von außen richten und Cooper das Spiel auf der 1 lenken. Die ersten Minuten allerdings gehörten den Gastgebern. Achtermaier versenkte gleich 100%ig einen Dreier und einen Wurf außerhalb der Zone. Und auch der nächste Dreier des Kollegen Krüger fand gleich sein Ziel. Im Gegenzug konnte nur Kleiza für das 1st Team punkten. Sein erster Dreier von insgesamt sieben führte zum 8:3 und am Ende zu einer mehr als respektablen persönlichen Trefferquote von über 58%. Dreier-König, heiße Hand, Topscorer des Spiels. Doch abgesehen davon mühte sich das 1st Team zu Beginn eher ins Spiel zu kommen als mit geschmeidigen Plays zu brillieren. Einen Tick zu statisch das Spiel der Düsseldorfer, zu langsam in der Transition nach Balleroberung, zu viele vergebene Lay-ups oder Rebounds am Brett. Trotzdem arbeitet man sich auf 14:13 zur ersten Viertelpause heran. Im zweiten Viertel sah es nicht viel anders aus. Die Zuschauer sahen ein punktearmes Spiel, in dem das 1st Team seine individuelle Klasse nicht durchsetzen konnte. So blieb es minutenlang ohne einen Korberfolg hüben wie drüben, zwar war durch das knappe Ergebnis nach wie vor die Spannung erhalten aber Feinkost-Basketball sieht anders aus. Headcoach Jönke ließ nun munter rotieren und gab auch Spielern, die sonst nicht so oft zum Zuge kommen, ihre Minuten. Tatsächlich erarbeitete sich die Düsseldorfer auch in der ungewohnten Formation ein leichtes Übergewicht und man ging mit einem 28:32 in die Kabine.

Was war im Pausentee des 1st Teams? Das will ich auch haben, dachten sich wohl viele Baller in der Halle. Denn Düsseldorf startete in die zweite Halbzeit mit aggressiver Defense, die die Kamp-Lntforter immer wieder zu überhasteten Würfen oder Ballverlusten zwang und einem fulminanten blitzschnellen Fastbreak-Spiel. Dazu ein paar Dreier von Kleiza und der Run zu einer 18-Punkte-Führung zum Ende des dritten Viertels war perfekt (40:58). 

Das schien nun an den Nerven der Kamp-Lintforter zu kratzen. Besonders der Back-up-Center Feige rüpelte sich durch die Zonen: den Ellenbogen gerne auf Halshöhe des Gegners, kaum ein Block ohne Aktion gegen den Mann und gerne im Kampf um die Position mit unfairen Mitteln. Erstaunlich, dass die Schiedsrichter das laufen ließen. Nichtsdestotrotz blieben die Düsseldorfer cool und spielten das vierte Viertel routiniert herunter. So kamen auch Youngster Mettner und Nachwuchstalent Bojang auf einige verdiente Minuten, die sie durchaus als Eigenwerbung für sich nutzen konnten. Endstand 54:67, ab durch den Schnee nach Hause und die zwei Punkte als Geschenk für die Fans einpacken. 

Fa­zit:


Wie war das noch mal mit dem erfahrenen Turnierpferd, dass immer nur so hoch springt wie das Hindernis? Da ist natürlich etwas dran. Man muss ja nicht immer einen Blow-Out hinlegen und den Gegner mit 30 aus der Halle fegen. Aber manchmal tut es der Spielfreude und auch den eigenen mitgereisten Fans gut, aus den Sitzen gerissen zu werden. So wie im dritten Viertel, wo Kamp-Lintfort mit tollem Basketball auseinandergenommen wurde. Beruhigend zu sehen, dass das 1st Team jederzeit in der Lage ist, zwei Gänge hochzuschalten. Aber schöner anzuschauen wär's über das ganze Spiel trotzdem. 

Nächste Gelegenheit: Samstag, 16. Dezember um 19 Uhr zuhause gegen BG Dorsten – ebenfalls ein Kandidat aus dem unteren Tabellendrittel. 


Let's go D-Town!