Kein Anschluss unter dieser Nummer: 1st Team erarbeitet sich gegen die Zweitvertretung der Telekom Baskets die nächsten zwei Heimpunkte.

Am vergangenen Samstag stießen die ART Giants auf einen großen Namen im Basketball: die Telekom Baskets erschienen mit ihrer Zweitvertretung im baufinovo Home of the ART Giants. Das Farmteam des Bundesligisten soll den Nachwuchstalenten der rosa Riesen die Bühne liefern, Spielzeit zu sammeln und sich im Senioren-Basketball zu beweisen. In der Vergangenheit waren die Duelle gegen die Bonner unangenehme Spiele, doch diese Saison steht die junge Mannschaft auf dem vorletzten Platz der Tabelle und muss um die Zugehörigkeit zur 1. Regional-Liga fürchten. So hätte sich eigentlich ein rassiges Spiel entwicklen können, in dem die jungen Baskets um wichtige Punkte gegen erfahrene ART Giants fighten. Doch die Bonner blieben alles schuldig, was im Abstiegskampf zählt. Unser 1st Team zeigte schon in den ersten Minuten, dass in Düsseldorf nichts zu holen ist und hielt einen 10-Punkte-Vorsprung souverän über das ganze Spiel: 84:75. 


Der Spiel­film.

 
Keine Überraschungen bei den Starting Five: Headcoach Jönke beginnt konservativ mit seiner Stammformation Kehr und Zvinklys am Brett, dazu Paskov und Kleiza von außen und Cooper als Spielmacher. Und die Stammformation legte gleich los wie die Feuerwehr: Nach einem 8:0-Run, der aus konzentrierter Defense und einer nahezu fehlerfreien Wurfausbeute resultierte, durfte Baskets-Forward Uzelac die ersten Punkte für sein Team markieren. Wenig später hämmerte Zvinykls einen Fast Break so durch die Reuse, dass der in der NBA sicher seinen Weg in die Dunking-Highlight-Reels gefunden hätte. Insgesamt macht der Litauer ein gutes Spiel und wird am Ende ein Double-Double für sich verbuchen können (21 Punkte, 11 Rebounds). Aber die frühe Führung sollte dem Spiel nicht gut tun. Das 1st Team schaltete nun einen Gang zurück und vermochte die 10-Punkte-Führung im Stile eines Klasse-Teams weitestgehend unbedrängt über die Runden bringen. Die Baskets harmlos in der Offense (2-Punkte-Wurfquote 34,7% bei 49 Versuchen) und schwach in der Defense. Die ART Giants ließen im weiteren Verlauf ein wenig die Konzentration vermissen. Besonders jenseits der Dreier-Linie ließen die Bonner so viel Platz und Zeit, dass man ins Grübeln kam, was bekanntlich schlecht für das lockere Händchen ist – nur 20% Wurfquote bei 25 Versuchen sind für die Düsseldorfer Scharfschützen eine unterirdische Quote. Sei's drum, so lange unter dem Korb gut gearbeitet wird und die Rebounds geholt werden, kann man damit auch mal leben. Ganz sicher werden Kleiza, Cooper und Co in den wichtigen Spielen hochprozentiger treffen. So ging es mit einem beruhigenden Vorsprung von 46:36 in die Kabine. 
Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt: ab und zu durften sich die Telekom Baskets heranarbeiten, doch das 1st Team konterte routiniert und ließ nie ein Fünkchen Hoffnung beim Tabellenvorletzten aufkommen. Und es gab auch Highlights: ART Giants Guard Möhring zum Beispiel konnte sich mit einem brillanten Assist aus der Kategorie "Magic Johnson" in das Score-Board eintragen. Sein No-Look-over-the-back-Pass nach einem Drive in die Zone fand Center Sebastian Kehr, der sich nicht als Spielverderber zeigen wollte und humorlos verwandelte. Ebenfalls zu erwähnen – allerdings nicht als Highlight – ist das rüpelhafte Verhalten vom Bonner Spychalski, der beim Fastbreak den Düsseldorfer Zvinklys mit einem unsportlichen Foul am sicheren Dunk hinderte – das macht man einfach nicht. Die Zuschauer machten sich bereit, ihr Team und den Sieg in der letzten Minute zu feiern, doch Baskets Headcoach Savon Milovic wollte irgendwie nicht mitspielen und nahm 20 Sekunden vor Ende noch eine Auszeit. Schön für die SCU Cheerleader, die noch einmal zeigen konnten, was sie drauf haben, doch am Endstand änderte das Taktikgeplänkel nichts: Endstand 84:75.

Fotos: Norbert Schulz

Fa­zit:


Wer sich die Talentschmiede der Telekom Baskets an diesem Samstag angeschaut hat, dem muss um die Zukunft des Bundesligisten Angst und Bange werden. Sowohl taktisch als auch technisch wirkte die Nachwuchsabteilung überfordert. Und wo angesichts der Tabellensituation der Willen erkennbar sein sollte, sich zwei Punkte zu erkämpfen, vermochten die jungen Baskets auch hier nicht die erforderliche Schippe drauf legen. So lief die Partie für das 1st Team unter der Kategorie Arbeitssieg: Nicht immer schön aber zweckmäßig. Auch wenn hier und dort ein Magic Pass eingestreut wurde und "Slamming Dan" Zvinklys einen Dunk NBA-like fast von der Freiwurfline in die Reuse hämmerte, wird man sich an dieses Duell nicht lange erinnern. 

Das werden wir sicherlich am nächsten Samstag, 2. Dezember um 19 Uhr zuhause gegen Hagen-Haspe deutlich anders sehen – schließlich ist hier die Scharte der Hinspielniederlage auszuwetzen.


Let's go D-Town!