Teamwork for the Win gegen die AOK Ballers Ibbenbüren.

Das war nicht schlecht, was die Düsseldorfer Fans am Samstag Abend im Home of the ART Giants zu sehen bekamen. Nach der deutlichen Niederlage gegen Citybasket Recklinghausen am Tag der Deutschen Einheit, in der das mangelnde Teamplay den Gegner stark gemacht hatte, folgte eine ebenso deutliche Ansprache der Coaches. Das sollte Folgen haben und zwar positive: das Assist-Duell entschieden die ART Giants klar für sich. Satte 21 Pässe fanden einen Mitspieler, der daraufhin scoren konnte, nur 7 bei den Ibbenbürern. Assist-Leader war an diesem Abend Paulius Kleiza, der nach der Pleite in Recklinghausen einiges gutzumachen hatte. 


Der Spiel­film.

 
Head­coach Jön­ke schickte als Starting Five eine kämpferische Formation auf den Court: als Point Guard Veteran Sebastian Rathjen, dazu Kleiza und Cameron auf den kleinen Positionen, Kehr und Zvinklys sollten den Ibbenbürern in der Zone Grenzen aufzeigen. Und der Matchplan ging auf. Schnell setzten sich die Düsseldorfer mit kontrollierten Plays ab und konnten sich schon im ersten Viertel eine komfortable 10-Punkte-Führung erarbeiten. Besonders der in Recklinghausen noch so unglücklich agierende US-Amerikaner Cameron bewies seine Qualitäten jenseits der Dreier-Linie: zwei von drei Würfen fanden gleich am Anfang ihr Ziel. Ibbenbüren doch keineswegs geschockt. Besonders der spanische Import Del Hoyo Perez zeigte eine vorbildliche kämpferische Einstellung und hielt sein Team im Spiel: Am Ende sollte er 29 Punkte in die Statistik eintragen. Die ART Giants dagegen spielten unterkühlt ihre Stärken aus und hielten die Gäste auf Abstand. Halbzeit 50:42.
Nach der Pause konnte das 1st Team an der erfolgreichen Linie anknüpfen: Ibbenbüren kämpfte und punktete, Düsseldorf konterte mit energisch vorgetragenen Spiel. Besonders Dainius Zvinklys war einmal mehr nicht zu stoppen. Der Litauer sollte mit 20 Punkten der Topscorer der ART Giants werden, dazu kommen etliche Ballgewinne und geblockte Würfe. Als "cherry on the cake" ist noch der krachende beidhändige Dunk zu erwähnen. So richteten sich die Düsseldorfer Fans auf einen gemütlichen Abend mit einem ungefährdeten Sieg ein. Doch es sollte anders kommen: Ibbenbüren hatte nie aufgesteckt und plötzlich das Momentum auf seiner Seite. Während bei den Gästen nun selbst die unmöglichsten Versuche ihren Weg durch die Reuse fanden, musste das 1st Team plötzlich hart um jeden Punkt kämpfen weil das Wurfglück sich mal eben eine Auszeit genommen hatte. So sah man sich plötzlich zwei Minuten vor dem Ende mit dem Ausgleich (81:81) einem ungewissen Ausgang entgegen. Aber nicht mit Möhring, Kleiza und Janoschek. Möhring versenkte eiskalt einen Dreier aus der Ecke, Janoschek steuerte einem ebenso herrlichen wie wichtigen Putback bei und Kleiza behielt mit einem fehlerlosen Auftritt an der Freiwurflinie die Nerven. AOK Baller Del Hoya wiederum musste nun seiner intensiven Spielweise Tribut zollen und leistet sich im Abschluss Unkonzentriertheiten. So schaukelt Düsseldorf ein am Ende spannendes Spiel professionell nach Hause. Endstand 91:84. 


Das sagt Headcoach Jönke zum Sieg:


"Für uns zählt zunächst, dass wir das Spiel gewonnen haben. Es gibt eine klar erkennbare Leistungssteigerung im Vergleich zu der Auswärtsniederlage in Recklinghausen. Mit 21 Assists haben wir gezeigt, dass wir als Team aufgetreten sind, und das wird auch der Schlüssel zum Erfolg für das anstehende schwere Spiel in Münster sein."

Fa­zit:


Ein Sieg aus der Feinkostabteilung wäre doch ein bisschen zu viel gewesen. Das 1st Team wurde vergangene Woche in Recklinghausen ordentlich durchgerüttelt und zerfiel in die Einzelteile. Headcoach Jönke jedoch scheint in der Woche die richtigen Worte gefunden zu haben. Die ART Giants zeigten ein gute Mannschaftsleistung und beweisen wieder einmal die uralte Weisheit des Basketballs: das bessere Team gewinnt, nicht die besten Einzelspieler. Statistik-Freaks hätten ihre wahre Freude: bei den Düsseldorfer punkteten fünf Spieler zweistellig, bei den Ballers nur drei, das Verhältnis der Assists von 3:1 spricht für sich. 
Jetzt heißt es das Positive aus dem Spiel mitzunehmen und am Wochenende gegen Münster eine Schippe drauf zulegen. Denn die WWU Baskets glauben daran, dass sie diese Saison den Aufstieg packen. Spucken wir Ihnen in die Suppe. Let's go Düs­sel­dorf!