Auftaktniederlage gegen den SV Hagen-Haspe.

Das sagt Headcoach Jönke zu der Niederlage:


"Es ist uns nicht gelungen, unsere gute Vorbereitung in das erste Spiel zu übertragen. Wir hatten uns vorgenommen, mit hoher Intensität aufzutreten und gleich dem Gegner den Schneid abzukaufen. Das konnten wir nicht verwirklichen, 28 Punkte im ersten Viertel zu kassieren, das ist eindeutig zu viel. Wir müssen das Spiel als Weckruf verstehen, jeden Gegner zu jeder Sekunde 100%ig ernst zu nehmen und unsere Stärken durchzusetzen. Auch wenn unser Spiel sich in der zweiten Halbzeit verbessert hat – so etwas darf uns nicht mehr passieren."

Fa­zit:


Manch­mal ist es viel­leicht wich­ti­ger, ein­fach raus­zu­ge­hen und Bas­ket­ball zu spie­len, an­statt Match­plan und Sys­tem im Kopf zu ha­ben. Das 1st Team wirk­te ge­lähmt, die Qualitäten des star­ken Kaders ka­men nicht zu tra­gen. Und wenn es in der Of­fen­si­ve nicht läuft, soll­te we­nigs­tens die De­fen­se für Er­folgs­er­leb­nis­se sor­gen. Doch Kör­per­spra­che und zahl­rei­che ab­ge­bro­che­ne Dri­ves zum Korb zeug­ten von man­geln­dem Selbst­ver­trau­en. Jetzt gilt es für das 1st Team, gleich im ers­ten Heim­spiel ge­gen Kamp-Lint­fort die Bas­ket­ball-Sau raus­zu­las­sen und sich das Ve­rtrau­en in das ei­ge­ne, ho­he Po­ten­zi­al zu­rück­zu­ho­len.

Das Team hat ei­ni­ges drauf, Schwamm drü­ber, let's go Düs­sel­dorf!


Es ist nicht so, als hät­te Head­coach Jo­nas Jön­ke nicht ge­warnt: Das 1st Team ist im ers­ten Spiel der Sai­son nicht in der La­ge, sei­ne Qua­li­tä­ten aus­zu­spie­len, wäh­rend ein bis die Haar­spit­zen mo­ti­vier­ter Ex-Düs­sel­dor­fer Je­re­my Le­wis ent­fes­selt auf­spielt und die ART Gi­ants fast im Al­lein­gang in den Frust schie­ßt.


Der Spiel­film.

 
Head­coach Jön­ke vetrau­te in der noch jun­gen Sai­son bei sei­ner Star­ting Fi­ve auf den spä­ten Zu­gang La­zic in der Auf­bau­rol­le, da­zu ge­sell­ten sich Klei­za und Pas­kov auf den klei­nen Po­si­tio­nen und US-Ame­ri­ka­ner Ca­me­ron so­wie Ja­no­schek am Brett. Die Düs­sel­dor­fer hat­ten ei­ne lan­ge und in­ten­si­ve Vor­be­rei­tung durch­ge­führt, um sich auf die Sai­son vor­zu­be­rei­ten und tat­säch­lich ge­hör­ten die ers­ten zwei Punk­te durch ei­nen schö­nen Put­back dem Cen­ter Ja­no­schek, der ei­nen ver­ge­be­nen Sprung­wurf von Klei­za re­pa­rier­te. Doch es soll­te das letz­te Mal sein, dass die ART Gi­ants in Füh­rung sein soll­ten. Statt den Haus­her­ren ih­re Gren­zen aufzuzei­gen, über­lie­ßen die Gäs­te den Spie­lern des SV die In­itia­ti­ve, die dan­kend an­nah­men. Be­son­ders Je­re­my Le­wis nahm das Heft in die Hand und ließ ei­nen wah­ren Drei­er-Re­gen auf die Düs­sel­dor­fer pras­seln. Und wenn die De­fen­se der ART Gi­ants die Ge­le­gen­hei­ten jen­seits der Li­nie zu­nich­te mach­te, ver­moch­te der US-Ame­ri­ka­ner mit star­ken Dri­ves in die Zo­ne zu punk­ten (ins­ge­samt 35 Punk­te, 80% Drei­er-Quo­te). Ins­ge­samt schien die De­fen­se der Düs­sel­dor­fer zu sehr da­von über­zeugt, dass schon nichts schief­ge­hen wür­de, an­ders ist die we­nig ag­gres­si­ve Spiel­art kaum zu er­klä­ren. Und in der Of­fen­se? Man müh­te sich. Das Spiel wirk­te sta­tisch, die Mann­schaft ver­un­si­chert. Ab und zu blitz­ten star­ke Mo­men­te auf, in de­nen zu er­ken­nen war, wo­zu die Spie­ler in der La­ge sind aber ins­ge­samt wa­ren die An­griffs­be­mü­hun­gen zu bie­der, um die Haspe­r nach­drück­lich in Ver­le­gen­heit zu brin­gen. Es man­gel­te an Cle­ver­ness, der Ball wur­de zu we­nig ans Brett ge­bracht, wo die Haspe­ner kör­per­lich un­ter­le­gen wa­ren. (Tops­co­rer Düs­sel­dorf: Cen­ter Se­bas­ti­an Kehr, 17 Punk­te!) Auch such­ten die Schlüs­sel­spie­ler zu we­nig das 1 ge­gen 1, wo eben­falls Vor­tei­le zu nut­zen sein soll­ten.

So be­ka­men die zahl­reich mit­ge­reis­ten Düs­sel­dor­fer Fans nach der ers­ten Halb­zeit ei­nen NBA-Punk­te­stand von 51:43 zu Un­guns­ten ih­rer Far­ben zu se­hen. 
In der Ka­bi­ne schien Head­coach Jön­ke die rich­ti­gen Wor­te ge­fun­den zu ha­ben. Nach dem Sei­ten­wech­sel star­te­te das 1st Team ei­nen Run, der den Rück­stand schnell ega­li­sier­te. Doch schon nach ei­ner Aus­zeit der Haspe­ner er­lahm­te das schnel­le Spiel und man fiel in die un­ent­schlos­se­ne Spiel­wei­se der ers­ten 20 Mi­nu­ten zu­rück. Auch wenn Se­bo Ra­th­jen ver­such­te, das Spiel an­zu­kur­beln und man sich im­mer wie­der her­an­kämpf­te, mach­ten Turn-over die Be­mü­hun­gen schnell zu­nich­te. Im vier­ten Vier­tel stell­te das 1st Team schlie­ß­lich auf Ganz­feld­pres­se um, was tat­säch­lich die Gast­ge­ber aus dem Kon­zept brach­te. So lief es auf ei­nen Show­down in der letz­ten Mi­nu­te her­aus – noch knapp ei­ne Mi­nu­te vor Schluss stand es Un­ent­schie­den und der vergebene Korb­le­ger vom Haspe­ner Top­tan spiel­te den Düs­sel­dor­fer in die Kar­ten. Doch der star­ke Haspe­ner Cen­ter Or­ko­da­sh­vi­li stopf­te den auf dem Ring tan­zen­den Ball zum 2-Punk­te-Vor­sprung so un­ge­stört wie hu­mor­los in die Reu­se. We­ni­ge Se­kun­den vor Schluss hat­te Klei­za wie­der­um mit zwei Frei­wür­fen den Aus­gleich in der Hand, doch soll­te der ers­te nicht sein und die Ha­ra­ki­ri-Ak­ti­on mit dem ab­sicht­lich ver­wor­fe­nen zwei­ten, um den Re­bound zu nut­zen blieb er­folg­los. End­stand fol­ge­rich­tig 81-79 für die Haus­her­ren, die den viel­leicht nicht er­war­te­ten Sieg fei­erten.