Amerikanisches Wochenende:

ART Giants nutzen die Chance zum doppelten Punktgewinn.

Das sagt Headcoach Jönke (nach dem Sieg gegen Dorsten):


"Ich bin insgesamt zufrieden heute und mit dem Spiel am Freitag. Wir haben in der ersten Halbzeit gut verteidigt aber wir müssen noch daran arbeiten, dass wir über 40 Minuten diese Pace gehen können. In der Offense gab es einige Szenen, in denen wir sehr gut zusammen gespielt haben, den Ball haben laufen lassen und zu einfachen Punkten gekommen sind. Ein Schritt in die richtige Richtung, auch in der der Teamchemie. Die Auftaktniederlage, so bitter sie auch war, hat uns geholfen, war wirklich ein Weckruf. Wir werden jetzt weiter arbeiten und unser spielfreies Wochenende nutzen, um uns auf die nächsten Gegner vorzubereiten."

Fa­zit:


Das 1st Team kommt langsam ins Rollen. Konnte man zuhause noch von einem Pflichtsieg gegen den Aufsteiger Kamp-Lintfort sprechen, zeigte die Mannschaft dann gleich zwei Tage später mit dem souverän herausgespielten Punktgewinn in Dorsten, was in ihr steckt. Schön zu sehen, dass der von Headcoach Jönke angesprochene Weckruf der Auftaktniederlage in konsequente Defense umgesetzt wurde und darüber hinaus einige sehr schöne Plays auf das Parkett gebracht wurden.

Das macht Appetit auf mehr, let's go Düs­sel­dorf!


Der Spiel­film vom Freitag:

 
Head­coach Jön­ke veränderte gegen Kamp-Lintfort im Gegensatz zur ärgerlichen Auftaktniederlage in Hagen-Haspe die Anfangsformation um einen Punkt: Zvinklys sollte anstatt Paskov für die klaren Signale in Korbnähe sorgen, zusammen mit Lazic als Point Guard, Kleiza und Cameron auf den kleinen Positionen und Kehr am Brett. Und das 1st Team zeigte sogleich, wer Herr im Home of the ART Giants ist. Im Gegensatz zum ersten Spiel wollte man dem Gegner von Anfang an keine Luft zum Atmen lassen. Das gelang zwar nicht perfekt aber so gut, dass die Lintforter mächtig viel Energie aufwenden mussten, um Körbe zu erzielen. Am Ende konnte bei den Gästen allein Wittich zweistellig punkten (14). In der Offense wiederum wollte man die Größenvorteile am Brett ausspielen. Zwar kann Lintfort mit Boner einen guten Center aufweisen, doch sind die Lintforter vor allem auf der 3 und 4 verwundbar. So ist es nicht verwunderlich, dass der Düsseldorfer Center Janoschek  14 Punkte zum Sieg beisteuern konnte. Auch wenn der Lintforter Wittich immer wieder einen Dreier einstreute (Trefferquote 100%), hatten die Düsseldorfer Partie und Gegner gut im Griff. So konnte man sich schon zur Halbzeit eine kommode Führung von 10 Punkten erarbeiten (41:31). In der zweiten Halbzeit mussten dann die Gäste ihrer lauf- und kampfbetonten Spielweise Tribut zollen und hatten der langen Bank der ART Giants, die einfach durchrotieren konnten, nichts mehr entgegen zu setzen. Konnte das 3. Viertel noch einigermaßen ausgeglichen gestaltet werden, sprechen die Zahlen des finalen Spielabschnitts für sich: 23 zu 6 Punkte. Die Düsseldorfer schalteten nun nach Belieben, begeisterten die knapp 300 Fans mit lockeren Plays und Dunks während die Gäste das Spiel verloren gaben. Endstand 81:50.


Der Spielfilm vom Sonntag:


Statt bei Oma zum Kaffee wollten einige Fans der ART Giants lieber ihr 1st Team in Dorsten sehen, wo eine unbequeme Mannschaft mit Potenzial auf die ART Giants wartete. Und es sollte sich lohnen. Zwar hatte Dorsten schon zwei Niederlagen einstecken müssen, dies allerdings gegen einen der Titelfavoriten, die WWU Baskets Münster, und gegen die AOK Ballers Ibbenbüren, die ebenfalls mit ambitionierten Zielen in die Saison gegangen sind. Standortbestimmung war also angesagt, als man sich um eine für die 1. Regionalliga ungewohnte Zeit (16 Uhr)  zum Tip-Off traf. Headcoach Jönke hat offenbar seine Starting Five gefunden: Wie beim Heimsieg gegen Kamp-Lintfort starteten Lazic, Kleiza, Cameron, Kehr und Zvinklys. Es galt, ausgebuffte und eingespielte Dorstener zu knacken und deren kurze Bank aufgrund von Verletzungspech clever zu nutzen. Ein Schlüssel zum Spiel sollte sein, den starken US-Amerikaner Hosley zu stoppen. Diese Aufgabe übernahm der erst 19 Jahre alte Lazic mit Bravour. Hosley konnte trotz zahlreicher Blocks der Dorstener Big Men zugunsten des gefährlichen Point Guards keine Sekunde ungestört sein Spiel aufziehen. Andererseits weist Dorsten am Brett eine große Garde auf, die jeder Mannschaft in der Liga Kopfzerbrechen bereiten würde: Budde, Köhler und Kasa rangieren über 2 Meter und können an guten Tagen die Lufthoheit für sich beanspruchen. Aber auch am Brett konnte das 1st Team einen guten Job machen. Kehr und Janoschek gaben alles, um die gegnerischen Center nicht ins Rollen zu bringen, unterstützt von den Flügeln, die ab und zu doppelten, wenn das Post-up zu dominant zu werden drohte. Überhaupt agierten die Düsseldorfer konzentriert in der Defense und belohnten sich mit dem einen oder anderen Steal. In der Offense lieferte man nicht nur einen sauberen Job ab, sondern wusste mit No-Look-Pässen und schönen Plays zumindest die Gastfans zu begeistern. Folgerichtig konnten sich die Düsseldorfer schon zur Halbzeit mit 48:32 absetzen. In der zweiten Halbzeit wechselte Headcoach Jönke munter durch, doch auch die lange Bank wusste den Gegner auf Distanz zu halten. Die ART Giants hatten Espresso, die Dorstener Filterkaffee – die Punkte gingen dank einer guten Teamleistung und konzentrierter Defense sowohl verdient als auch letztlich ungefährdet an die Sportstadt Düsseldorf. Endstand 79:59.