ART Giants gehen in Stahnsdorf leer aus (84:77)

Foto: Norbert Schulz

Für das Du­ell beim Mit­auf­stei­ger TKS 49ers aus dem bran­den­bur­gi­schen Stahns­dorf hat­ten sich die Schütz­lin­ge der ART Gi­ants Düs­sel­dorf viel vor­ge­nom­men. Über wei­te Stre­cken be­geg­ne­ten sich die bei­den Li­ga­neu­lin­ge auf Au­gen­hö­he, ehe die Düs­sel­dor­fer um Head­coach Jo­nas Jön­ke im letz­ten Vier­tel ein­bra­chen und wich­ti­ge Punk­te her­ga­ben.


In Stahns­dorf woll­ten die ART Gi­ants nach zu­letzt zwei Nie­der­la­gen in Fol­ge end­lich wie­der wich­ti­ge Punk­te im Kampf um den Klas­sen­er­halt sam­meln. Und das Jön­ke-Team fand gut in die Par­tie: Nach ei­nem er­folg­rei­chen Drei­er durch Faton Jetul­lahi und zwei Punk­ten durch Dai­ni­us Zvink­lys führ­ten die Gäs­te schnell mit fünf Punk­ten (0:5). Nach we­ni­gen Mi­nu­ten wa­ren dann aber auch die Haus­her­ren zur Stel­le, agier­ten nun wach­sa­mer und er­kämpf­ten sich die ers­te Füh­rung (9:7). Jön­ke brach­te in der Fol­ge sei­nen Youngs­ter Len­nard Schild ins Spiel, des­sen Her­ein­nah­me für ei­ne bes­se­re Ball­be­we­gung im Of­fen­siv­spiel sorg­te. Das ers­te Vier­tel ging den­noch knapp zu Guns­ten der 49ers aus (27:24).


Zu Be­ginn des zwei­ten Vier­tels sorg­te dann ei­ne Ein­wechs­lung der Gi­gan­ten für be­son­ders viel Freu­de bei den Düs­sel­dor­fern: Nach mo­na­te­lan­ger Pau­se durch ei­ne Scham­bein­ent­zün­dung gab Fe­li­pe Gal­vez Braatz sein Come­back im Düs­sel­dor­fer Tri­kot. Und der 19-Jäh­ri­ge brach­te sich mit ei­nem As­sist auf Dei­on Gid­dens gleich gut ein (29:28). We­nig spä­ter warf Jön­ke dann mit dem 16-jäh­ri­gen Li­nus Helm­hold das nächs­te Nach­wuchs­ta­lent ins Spiel, der bis da­to erst 16 Se­kun­den auf dem Par­kett stand in der bis­he­ri­gen ProB-Sai­son. Trotz vie­ler Er­ho­lungs­pau­sen für die er­fah­re­nen Spie­ler ta­ten sich die Rhein­län­der im zwei­ten Vier­tel wei­ter schwer im Korb­ab­schluss. Den Gast­ge­bern hin­ge­gen ge­lang es bis­si­ger zu spie­len im Zug zum Korb und sich da­durch er­neut leicht ab­zu­set­zen (35:28). Durch ei­nen 7:0-Lauf kurz vor der Halb­zeit­pau­se konn­ten Bra­dy Ro­se und Co. die Par­tie nach dem zwei­ten Vier­tel je­doch wei­ter of­fen ge­stal­ten (41:40).


Nach dem Sei­ten­wech­sel ging es auf dem Par­kett wei­ter eng zu im Auf­stei­ger-Du­ell und die ART Gi­ants kämpf­ten un­er­müd­lich. Al­len vor­an Zvink­lys und Qua­d­re Lol­lis, die im­mer wie­der den schnel­len Weg zum Korb such­ten und meist nur durch Fouls zu stop­pen wa­ren. Per er­neu­tem Drei­er konn­te Ro­se zwi­schen­zeit­lich für den ver­dien­ten Aus­gleich sor­gen (47:47). Im­mer wie­der ge­lang es den TKS 49ers je­doch ih­re Füh­rung wie­der aus­zu­bau­en, ehe Gal­vez Braatz per Drei­er sei­ne ers­ten Punk­te der Sai­son mar­kier­te und mit ei­nem wei­te­ren Tref­fer aus der Mit­tel­di­stanz im nächs­ten An­griff gleich zwei nach­leg­te. Trotz­dem la­gen die Gi­gan­ten zum En­de des drit­ten Vier­tels wie­der mit sie­ben Punk­ten im Hin­ter­tref­fen (65:58).


Mit ei­nem schnel­len Tref­fer aus wei­ter Fer­ne durch Yan­nick Hil­de­brandt zo­gen die Haus­her­ren zu Be­ginn des letz­ten Vier­tels erst­mals zwei­stel­lig da­von. Für das Jön­ke-Team wur­de es nun noch schwe­rer, den an­wach­sen­den Rück­stand in den ver­blei­ben­den Mi­nu­ten noch zu dre­hen. Als Stahns­dorf rund sechs Mi­nu­ten vor Spie­len­de auf 72:60 er­höh­te, re­agier­te Jön­ke er­neut mit ei­ner Aus­zeit. Doch sei­ne Schütz­lin­ge zeig­ten auch nach ei­ner wei­te­ren An­spra­che nicht die ge­wünsch­te Re­ak­ti­on. Zwar konn­ten die ART Gi­ants in der Schluss­pha­se durch ei­nen star­ken Schluss­spurt noch ein we­nig Scha­dens­be­gren­zung be­trei­ben und am Er­geb­nis schrau­ben, für ei­nen Sieg reich­te es aber nicht mehr (84:77).


Head­coach Jo­nas Jön­ke: „Zu Be­ginn des letz­ten Vier­tels ha­ben wir ein­fach nicht gut ge­spielt, vie­le Ge­gen­stö­ße zu­ge­las­sen und un­se­re Wür­fe woll­ten ein­fach nicht rein­fal­len. Wir ha­ben uns dann zum Schluss noch­mal her­an­ge­kämpft, um die Par­tie noch­mal zu dre­hen hat uns dann aber lei­der die Zeit ge­fehlt. Da es ge­gen ei­nen di­rek­ten Kon­kur­ren­ten im Kampf um den Klas­sen­er­halt ging war es je­doch wich­tig für uns, dass wir die Par­tie zum En­de hin eng ge­stal­tet ha­ben.“


Punk­te ART Gi­ants: Gal­vez Braatz (5), Jetul­lahi (3), Ro­se (19), Zvink­lys (15), Lol­lis (8), Helm­hold, Möl­ler (8), Schild (8), Kehr (5), Wil­kins und Gid­dens (6)