Sebastian Kehr im Interview: "Dieser Aufwärtstrend ist die Bestätigung für unsere harte Arbeit"

Foto: Norbert Schulz

Kürzlich erhielt Mannschaftskapitän Sebastian Kehr die Diagonse, dass die aktuelle Saison wegen eines Knorpelschadens für ihn gelaufen ist. Wir haben mit ihm über seinen aktuellen Zustand und die Perspektive des Teams gesprochen:


Wie ist es zu deiner Verletzung gekommen und was war deine erste Reaktion auf die Diagnose?


Kehr: Ich habe mir einen Knorpelschaden zugezogen, der höchst wahrscheinlich aus dem „Verschleiß“ über die vielen Jahre im Leistungssport resultiert. Da ich schon länger immer wieder mal Probleme mit dem Knie hatte, gipfelte es quasi dann in der nötigen Operation. Innerlich habe ich dann mit einer Rückkehr ins Training in dieser Saison schon abgeschlossen.


Wie sieht deine Reha jetzt aus und wann ist mit einem möglichen Comeback ins Training zu rechnen?


Kehr: Aktuell erstmal gar nicht. Ich trage nun eine Schiene und muss mein Bein möglichst ruhig halten, um die Verletzung auszukurieren nach der Operation. Hauptsächlich wird meine Reha dann aus Stabilisationtraining bestehen, um dem Knie wenig Arbeit zuzumuten und wieder Muskeln aufzubauen. Wenn alles gut läuft, kann ich zur neuen Saison wieder voll ins Training einsteigen.


Als Mannschaftskapitän hast du eine wichtige Rolle im Team. Wie kannst du deinen Teamkollegen jetzt abseits des Feldes helfen?


Kehr: Als Führungsspieler geht es grundsätzlich immer um Ausstrahlung und auch darum, seinen Mitspielern ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Einfach da sein, wenn es auch mal nicht so gut läuft. Ich versuche weiterhin für positive Stimmung und eine gute Arbeitsatmosphäre im Training und den Spielen zu sorgen. Häufig wird solche Unterstützung von außen unterschätzt.


Wie schätzt du den bisherigen Saisonverlauf ein?


Kehr: Bisher können wir sehr zufrieden sein! Zum einen mit den Ergebnissen an sich, denn im Vergleich zum letzten Jahr sieht man schon eine deutliche Steigerung. Dieser Aufwärtstrend ist eine Bestätigung für die harte Arbeit innerhalb des Vereins. Auch die Art und Weise, wie wir uns präsentieren, ist sehr zufriedenstellend. In vielen Partien ging es sehr eng zu, das gibt uns ein gutes Gefühl.


Deine persönliche Prognose: Wie weit kommen wir in dieser Saison?


Kehr: Also, auch wenn die Liga eng ist glaube ich, dass wir unseren Tabellenplatz unter den Top 4 bis zum Ende der Hauptrunde bestätigen können. Sollten wir das schaffen, hätten wir in der ersten Playoff-Runde einen Heimvorteil. Für uns als heimstarkes Team wäre das enorm wichtig. Grundsätzlich traue ich unseren Jungs dann auch den Einzug in eine mögliche zweite Runde zu.


Ein paar Worte hat Sebastian dann auch noch an die Fans…


Kehr: Für alle, die gefragt haben: Mir geht es soweit gut und ich habe keine Schmerzen oder bin aus allen Wolken gefallen. Wer geht schon durch seine Karriere, ohne mal so ein kleines Tal zu durchlaufen. So schätzt man die positiven Erfahrungen nur noch viel mehr wert. Ich wünsche euch allen noch viel Spaß während der Saison und unterstützt uns solange über die Livestreams. Bis bald!


Vielen Dank für das Gespräch, Beißer!